Kreuzgang Kloster Neu St. Johann

konzertzyklus 2017/2018

Wenn in diesem Zyklus der Neu St. Johanner Konzerte die beiden bemerkenswerten Orgeln in nur einem Konzert zu hören sind, hat dies keinesfalls mit einer Abkehr von der Orgelmusik und von Konzerten mit Beteiligung unserer beiden einzigartigen Instrumente zu tun, sondern dann ist dies eher als eine Art „Ruhe vor dem Sturm“ zu verstehen; denn der Zyklus 18/19 wird ein ganz besonderer sein: er steht im Zeichen des 30-Jahr-Jubiläums der grossen Späth-Grass-Orgel und damit auch des Geburtsjahres der Neu St. Johanner Konzerte. Schon jetzt freuen wir uns auf die Gestaltung des Jubiläums-Zyklus, in dem insbesondere die Hauptorgel eine besonders prominente Rolle spielen wird. Vorerst wenden wir uns aber dem aktuellen Programm 17/18 zu, das man unter das Motto „klein aber fein“ stellen könnte. Es handelt sich um durchwegs schlank besetzte, kammermusikalisch transparent wirkende Ensembles, deren Klänge sich in der tragenden Akustik der Klosterkirche besonders vorteilhaft entfalten werden.

O nata lux de lumine – Oh Licht, geboren durch das Licht, so der Titel eines von drei so genannten Anthems von Thomas Tallis, einem wichtigen Vertreter des Elisabethanischen Zeitalters. Das Vokalensemble Wase Musig wird Chormusik a capella aus England zur Aufführung bringen, neben den Anthems von Tallis auch eine Messe von William Byrd. Strukturiert wird das Programm mit Lautenmusik aus der Zeit, interpretiert von Stefan Hug. Auf eine unkonventionelle Trio-Besetzung dürfen wir uns im zweiten Konzert freuen: Marimba, Akkordeon und Kontrabass sind in der Lage, ein breites stilistisches Spektrum abzudecken. So reicht denn auch das Repertoire des Trio Dacor von Bach bis Piazzolla! In die Passionszeit fällt das Gastspiel der Winterthurer Organistin Tina Zweimüller. Sie wird sowohl an der Chororgel als auch an der Hauptorgel wirken, und im Zusammenspiel mit dem Blockflötisten Markus Meier. Den Schlusspunkt hinter den Zyklus 17/18 setzt das Bläserensemble i buccinisti, ergänzt mit dem Bariton Henryk Böhm und der Harfenistin Giovanna Pessi. Im Mittelpunkt dieses Programms stehen die geistlichen Konzerte, die der frühbarocke Meister Heinrich Schütz für die ungewöhnliche Besetzung mit einem Sänger, vier Posaunen und Basso Continuo geschrieben hat. Das bedeutendste geistliche Konzert „fili mi Absalon“, das dem vorliegenden Programm seinen Namen lieh, schildert eindringlich die Trauer Davids über den Tod seines Sohnes Absalon.

Unser Dank richtet sich an alle, die unsere Aktivitäten unterstützen, insbesondere die Pfarrei Neu St. Johann, den Mesmer Markus Götti, die Mesmerin Maria Schwizer und den Organisten „vor Ort“, Hansjürg Gutgsell.

 

Wir wünschen Ihnen ergreifende und beglückende Konzerterlebnisse in der Klosterkirche Neu St. Johann und heissen Sie aufs Herzlichste willkommen!

 

Stefan Hug

Markus Meier



Impressionen aus dem Zyklus 2016/2017

Copyright @ 2017 Neu St. Johanner Konzerte

Gestaltung und Realisierung:
hug kreativ GmbH, Uznach